Klimafakten

Klimakrise

Die Klimakrise bezeichnet die immer stärker werdende Erderwärmung, die vor allem auf den menschlichen Ausstoß des Treibhausgases CO2 zurückzuführen ist. Bereits heute hat sich die Erde um durchschnittlich 1 Grad Celsius erwärmt und wird sich bei ausbleibenden Maßnahmen bis 2100 um bis zu 6,4 Grad erhöhen.

Studien legen nahe, dass sich bei einer Erderwärmung von 2 Grad Celsius bereits Kipppunkte, wie das Auftauen der Permafrostböden, überschritten werden und sich ein sich selbst verstärkender Kreislauf einstellt, der für weitere Erderwärmung sorgt. Daher ist es essentiell die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen.

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Auswirkungen Klimakrise

Die Auswirkungen der Klimakrise lassen sich bereits jetzt an vielen Orten der Welt beobachten. Auch in Deutschland folgt ein Rekordsommer dem nächsten. Welches Land wie stark betroffen ist und wie stark welche Länder zur Klimakrise beitragen ist hier illustriert.

Tendenziell gilt, dass die Wetterextreme wie Dürren und Stürme zunehmen werden. Die globale Durchschnittstemperatur wird weiter steigen und das Abschmelzen der Eismassen lässt die Meeresspiegel steigen.

Sensible Ökosysteme wie Korallenriffe können sich nicht schnell genug an die sich verändernden Klimabedingungen anpassen und werden vollständig absterben. Die Hälfte aller Tier- und Pflanzenarten werden bei unzureichendem Klimaschutz noch in diesem Jahrhundert aussterben. Selbst bei einem Temperaturanstieg von nur 2 Grad gegenüber vorindustriellem Niveau wird ein Viertel aller Arten verschwinden.

Pariser Klimaabkommen

2015 haben sich auf der COP 21 in Paris 195 Länder auf ein rechtsverbindliches Klimaschutzabkommen geeinigt, welches den Anstieg der weltweiten Durchschnittstemperatur auf deutlich weniger als 2 Grad, idealerweise 1,5 Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit begrenzt.

Bis zum Jahr 2050 soll Klimaneutralität erreicht werden. Das bedeutet, dass nicht mehr Treibhausgase ausgestoßen werden dürfen, als durch Kohlenstoffsenken (z.B. über Wälder und diverse Technologien) der Atmosphäre entzogen werden.

Ab 2020 sollen alle Länder individuelle Pläne vorlegen, wie ihre Emissionen sinken sollen. Diese Pläne werden alle fünf Jahre aktualisiert und müssen strenger ausgelegt sein als die vorherigen Pläne.

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Was muss zur Erreichung des 1,5 Grad Ziels getan werden?

Um das 1,5 Grad Ziel zu erreichen, dürfen laut des IPCC-Sonderberichts 2018 weltweit insgesamt nur noch 420 Gigatonnen CO2 ausgestoßen werden. Bei dem derzeitigen globalen Verbrauch an fossilen Energieträgern wird dieses Budget bereits 2027 erreicht sein.

Die globalen Emissionen müssen folglich jährlich um 7,6% fallen, um das 1,5 Grad Ziel noch erreichen zu können. Die Chancen das 1,5 Grad Ziel einzuhalten werden als sehr gering eingeschätzt und liegen bei unter 1%.

Klimakrise & Corona

Durch die Corona Pandemie werden die globalen Emissionen im Jahr 2020 um voraussichtlich 8% sinken. Das ist auf den ersten Blick eine gute Nachricht, jedoch zeigt der Blick auf vergangene Krisen, dass die Emissionen mit der Erholung der Wirtschaft wieder steigen werden.

Um einen erneuten Anstieg zu verhindern, müssen die geplanten Finanzhilfen der einzelnen Staaten an die Klimaziele gebunden werden und somit einen Umbau zu einer klimaneutralen Wirtschaft ermöglichen.

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